Fresh-Cut: Hygienerisiken über die gesamte Prozesskette beherrschen

Zwei Fachkräfte mit Schutzkleidung nehmen und dokumentieren eine hygienische Umfeldprobe an einer Lebensmittelanlage.

Verzehrfertiges geschnittenes Obst und Gemüse verbindet empfindliche Rohware mit zusätzlichen Bearbeitungsschritten. Die FDA hat ihre endgültige Fresh-Cut-Leitlinie im August 2026 veröffentlicht. Sie behandelt biologische Gefahren bei Produkten, die ohne weitere keimreduzierende Behandlung verzehrt werden.

Was die Leitlinie einordnet

Die Orientierung richtet sich an den US-amerikanischen Rechtsrahmen für gute Herstellungspraxis und vorbeugende Kontrollen. Sie ist keine neue EU-Verordnung. Für Betriebe mit US-Geschäft und für die Prüfung eigener Prozesse ist die Abgrenzung wichtig.

Was im Betrieb zu prüfen ist

Rohwareneingang, Waschen, Schneiden, Verpacken und Kühlung sollten als zusammenhängender Ablauf bewertet werden. Wasserführung, saubere Kontaktflächen und die Trennung unreiner und reiner Bereiche müssen zu den tatsächlichen Produkten und Anlagen passen. Ein Waschschritt darf nicht ohne belastbaren Nachweis als Abtötungsschritt behandelt werden.

Praktischer nächster Schritt

Das HACCP-Team kann an einer ausgewählten Produktlinie die Gefahrenanalyse mit den bestehenden Kontrollen und Aufzeichnungen abgleichen. Abweichungen werden mit Verantwortlichen und einer Wirksamkeitskontrolle bearbeitet. Das ist eine Empfehlung zur betrieblichen Umsetzung.

Primärquellen